Lange Zeit wurde 3D-Druck (additive Fertigung) vor allem als Technik für visuelle Konzeptmodelle gesehen. Sobald ein Entwurf feststand, wechselte man auf klassische Fertigungsmethoden wie Spritzguss oder Fräsen. Diese Sichtweise hat sich verändert. Dank präziserer Drucker und vielseitigerer Materialien werden 3D-gedruckte Objekte heute auch direkt als visuelle Präsentationsobjekte und nicht-funktionale Anschauungsmodelle eingesetzt. Wir nennen das Präsentations- und Display-Objekte.
Design- und Anschauungsobjekte: Vom Formmodell zum Präsentationsobjekt
Hilfsmittel für Montage, Präsentation und Visualisierung
Ein großer Mehrwert von 3D-Druck liegt in der schnellen Umsetzung von Hilfsmitteln für den Alltag in Planung, Präsentation und Visualisierung.
- Formhilfen: Führungen und Schablonen, die sicherstellen, dass ein Arbeitsschritt oder eine Präsentationskomponente immer an derselben Stelle sitzt. Eine gedruckte Formhilfe ist oft rasch verfügbar und kostengünstig umsetzbar.
- Halte- und Positionierhilfen: Halterungen, die ein Objekt während der Präsentation, beim Modellbau oder bei der visuellen Inspektion in Position halten. Weil 3D-Druck komplexe Formen gut abbilden kann, lassen sich diese Hilfen sehr passgenau auf das jeweilige Modell auslegen (conformal fixtures).
Modellarchiv und digitale Verfügbarkeit
Objekte, Modelle und Entwürfe werden oft über viele Jahre benötigt, doch nicht jedes Präsentationsstück oder Anschauungsmodell soll physisch dauerhaft gelagert werden. 3D-Druck bietet hier die Möglichkeit der 3D-Druck auf Anfrage. Statt viele Modelle auf Vorrat zu halten, werden die Daten digital archiviert und das Objekt bei Bedarf neu gedruckt.
Nicht-funktionale Sichtobjekte
Auch bei Konsum- und Designobjekten sieht man immer häufiger 3D-gedruckte Teile. Zum Beispiel:
- Gehäusemodelle und Hüllen: Für kleine Serien von Elektronik- oder Design-Gehäusemodellen ist eine Spritzgussform oft wirtschaftlich nicht sinnvoll. Ein 3D-gedrucktes Gehäusemodellmodellmodellmodellmodell aus PETG wirkt hochwertig, lässt sich gut präsentieren und professionell veredeln.
- Individuelle Gestaltungselemente: Produkte und Objekte, die auf ein bestimmtes Erscheinungsbild, eine Person oder ein Konzept abgestimmt werden, etwa Griffmodelle für Präsentationszwecke oder personalisierte Designobjekte.
Geeignete Materialien
Nicht jedes Filament ist für Design- und Anschauungsobjekte gleich passend. Für eine gute Optik und je nach gewünschter Haptik empfehlen wir:
- PETG: Ein bewährtes Material für robuste Präsentations- und Anschauungsobjekte. Es ist zäh, leicht flexibel und temperaturbeständiger als PLA. Die konkrete Eignung hängt aber immer vom nicht-funktionalen Einsatz ab.
- TPU: Für weiche, flexible oder dämpfende Gestaltungselemente, zum Beispiel bei taktilen Modellen, Schutzkappen oder dekorativen Komponenten mit Elastizitätswirkung. Eine funktionale Eignung wird nicht zugesagt.
- ASA: Für Objekte, die im Außenbereich optisch präsentiert werden sollen. ASA ist UV-beständig und behält seine Wirkung auch bei Sonneneinstrahlung besser bei. Die Auswahl erfolgt immer im Hinblick auf den visuellen, nicht-funktionalen Verwendungszweck.