3D-Modellierung
Von Skizze, Fotos und Maßen zur druckfertigen Datei.
- Vorschlag zuerst zur Freigabe
Etwas ist abgebrochen und als Ersatzteil nirgends mehr zu bekommen? Oder du hast eine Idee für eine Halterung, ein Modell, ein Geschenk? Mit einer 3D-Datei siehst du den Preis sofort im Drucktool. Ohne Datei zeichnen oder scannen wir das Teil. Keine Mindestabnahme, ein Stück ist der Normalfall, einen Gewerbeschein brauchst du nicht.
Worauf du dich verlassen kannst.
Als Privatperson kannst du hier einzeln drucken lassen: kein Gewerbe nötig, ein Exemplar ist völlig normal. Fast alle kommen in einer von vier Situationen daher. Daheim ist etwas abgebrochen und das Teil wird nicht einzeln verkauft. Es wird an einem Modell, einer Replik oder einem Kostüm gebaut. Es soll ein Geschenk oder ein Dekostück werden. Oder es gibt eine Idee und sonst noch nichts.
Alle vier laufen auf dieselbe Frage hinaus: hast du schon eine 3D-Datei? Wenn ja, lad sie hoch und du siehst sofort, was es kostet. Wenn nein, braucht es zuerst einen Zeichenschritt, und den übernimmt die 3D-Modellierung. Unten stehen beide Wege, und auch, wann 3D-Druck halt nicht die klügste Wahl ist.
Lad sie im Drucktool hinauf, wähl Material und Stückzahl, und der Preis steht sofort da. Wir nehmen STL, OBJ, 3MF und STEP an, also die Dateiformate, die jedes Zeichenprogramm ausgibt. Wie das Hinaufladen abläuft, steht unter Dateien hochladen.
Schau vorher halt diese vier Punkte durch. Das erspart die meisten Überraschungen.
Maßstab und Einheiten: Ein Modell in Zoll kommt 25,4-mal zu klein heraus. Prüf Maßstab und Einheiten und notier ein Hauptmaß.
Geschlossenes Netz: Die Außenhaut muss dicht sein, ohne Löcher und ohne losgelöste Flächen. Kleine Fehler lassen sich reparieren.
Wandstärke: Unter etwa 1 mm wird eine Wand bei FDM spröde. Kommt Kraft darauf: 2–3 mm.
Maßgenauigkeit und Spiel: Bei FDM weicht das Maß in der Praxis grob um ± 0,3–0,5 mm ab, je nach Geometrie und Material. Soll etwas irgendwo hineinrutschen, zeichne Spiel ein.
Dann fängt es bei Information an statt bei einer Datei. Je genauer das bei uns hereinkommt, desto weniger geht es hin und her.
Danach zeichnen wir das Modell und legen dir den Vorschlag vor, damit du nachjustieren kannst, bevor gedruckt wird. Ist die Form zu unregelmäßig zum Nachzeichnen, ist ein 3D-Scan oft der kürzere Weg; das klären wir im Einzelfall über das Kontaktformular.
Fotos von mehreren Seiten: Mindestens vier: vorn, hinten, von der Seite und die Seite, die irgendwo anliegt.
Hauptmaße: Länge, Breite, Höhe, Lochabstände und Durchmesser, mit Schiebelehre oder Lineal.
Wo es hält: Schraublöcher, Klipse, eine Achse, eine Nut. Auch ein Foto der leeren Stelle hilft.
Wo Kraft draufkommt: Trägt es etwas, wird daran gezogen, oder sitzt es nur drin?
Welche Seite sichtbar bleibt: Ober- und Unterseite schauen unterschiedlich aus. Sag, welche Fläche man später sieht.
Das kaputte Teil selbst: Heb die Bruchstücke auf: die geben Maße her, die auf Fotos fehlen.
Zwei Wege zu einem druckfertigen Modell
Von Skizze, Fotos und Maßen zur druckfertigen Datei.
Für bestehende Formen, die schwer nachzuzeichnen sind.
Beträge siehst du im Drucktool. Hier steht, an welchen Schrauben gedreht wird, damit du verstehst, warum zwei gleich große Teile unterschiedlich ausfallen.
Der größte Posten. Massiv braucht viel mehr als dasselbe Teil hohl mit Rippen.
Die Höhe zählt schwer: jede Schicht kostet Zeit, hoch und dünn dauert also lang.
Dünnere Schichten geben mehr Detail, aber es passen mehr davon in dieselbe Höhe.
Bestimmen die Festigkeit. Deko darf viel niedriger liegen als etwas, das Kraft aufnimmt.
Überhang braucht Stützen: mehr Material, mehr Zeit, Spuren an der Oberfläche.
Schleifen und Lackieren ist Handarbeit. Bei mehreren Exemplaren sinkt der Preis pro Stück.
Fast alles läuft also auf Material und Maschinenzeit zurück. Der wirksamste Eingriff ist selten ein anderes Material, sondern weniger Masse: hohl machen, einen dicken Sockel durch Rippen ersetzen, Überhang vermeiden. Die Preisfaktoren sind eigens ausgearbeitet, und wie ein Druckservice seinen Preis aufbaut, steht unter Preise für 3D-Druckservice.
Das Material wiegt auch mit, aber weniger als erwartet. Wichtiger ist, dass es zur Situation passt: liegt das Teil im Freien, kommt Kraft darauf, oder ist es dekorativ? Die Eigenschaften unten sind indikative Datenblattwerte, keine Zusage für dein Teil.
Standard für innen: scharfes Detail, hält das Maß. Wird bei Wärme weich, also nichts fürs Auto und nichts in die Sonne.
Zäher als PLA und besser gegen Wärme und Feuchtigkeit. Die Wahl, sobald ein Teil etwas aushalten muss.
Für draußen: bleibt unter UV-Licht und Wetter länger farbtreu als PLA. Verzieht sich beim Drucken leichter.
Wo Detail schwerer wiegt als Zähigkeit: dünnere Schichten, kaum Schichtlinien. Spröder als Filament und verfärbt in der Sonne.
Gummiartig: biegt sich und federt zurück, statt zu brechen. Halt die Form einfach.
Ein Druck ist nicht in alle Richtungen gleich stark: er ist Schicht für Schicht aufgebaut und gibt am leichtesten zwischen diesen Schichten nach. Wie das Modell auf dem Drucker steht, entscheidet also mit über die Festigkeit. Wie weit ein Maß streuen kann, steht bei Maßgenauigkeit und Toleranzen. Sag uns, wo die Belastung angreift, dann legen wir das Teil günstig hin.
Eine breitere Abwägung, wo diese Technik stark ist und wo nicht, steht bei den Vorteilen von 3D-Druck. Bestellst du für einen Betrieb, einen Verein oder eine Schule, dann schau bei den Gewerbekunden vorbei: dort gibt es Kauf auf Rechnung und, wenn nötig, eine Verschwiegenheitserklärung.
Rechne in der Regel mit 7–10 Arbeitstagen bis zur Zustellung; die erwartete Lieferzeit bestätigen wir bei der Bestellung. Wo du in dieser Spanne landest, hängt von Format, Material, Komplexität, der Anzahl der Teile, der Nachbearbeitung und der Auslastung in der Produktion ab. Wie eine Bestellung durch die Fertigung läuft, steht unter Produktion und Durchlaufzeit. Wir versenden nach Österreich, Deutschland, Belgien und in die Niederlande, zugestellt wird von unserem Versanddienstleister. Hängst du an einem Datum, sag es uns bei der Anfrage.
Es gibt keine Mindestabnahme. Ein Stück ist der Normalfall, und einen Gewerbeschein brauchst du dafür nicht. Bestellt wird direkt im Drucktool: Datei hinauf, Material und Stückzahl wählen, Preis steht da.
Ein Punkt zum Rücktrittsrecht: im Fernabsatz gilt in Österreich das FAGG. Bei einer Ware, die nach deinen Angaben angefertigt oder eindeutig auf dich zugeschnitten ist, besteht aber kein Rücktrittsrecht, und genau das ist ein 3D-gedrucktes Einzelstück. Was im Einzelnen gilt, steht in den AGB. Ist etwas beschädigt angekommen oder entspricht nicht der Bestellung, greifen die gewöhnlichen Gewährleistungsregeln; dann melde dich bei uns.
Kleine Kunststoffteile, die zuerst nachgeben und selten einzeln verkauft werden.
Alles, was irgendwo hineinpassen muss und in diesem Maß nicht existiert.
Resin, wenn Detail zählt, Filament, wenn es größer oder fester sein muss.
Formen, die du selbst erdenkst oder nachzeichnen lässt, meist in PLA.
Teile im Freien, die Sonne und Regen abbekommen, meist in ASA.
Hilfsteile, die man genau einmal braucht.
Ein Druck kommt mit sichtbaren Schichtlinien von der Maschine, bei SLA kaum, bei FDM schon. Eine glatte Oberfläche braucht Nachbearbeitung, und das ist Handarbeit. Der erste Schritt ist immer Schleifen.
Grundieren und Lackieren geht gut, sofern vorher geschliffen und grundiert wird: Lack füllt Schichtlinien nicht auf, sondern macht sie erst recht sichtbar.
Willst du bloß Farbe, wähl das Filament in dieser Farbe; was dabei geht, steht unter 3D-Druck in Farbe.
Rau von der Maschine: Schichtlinien sichtbar, Maße stimmen. Passt gut, wo man es nicht sieht.
Geschliffen: Schichtlinien größtenteils weg, Oberfläche matt. Feines Detail kann verschwinden. Mehr dazu bei der Nachbearbeitung.
Grundiert und lackiert: Gleichmäßige Farbe und glatte Oberfläche, kostet aber die meiste Zeit.
Zieh deine STL, OBJ, 3MF oder STEP hinein, und der Preis steht da. Noch keine Datei? Schick Fotos und Maße.