Was den Preis eines 3D-Drucks bestimmt
Der Preis ist kein fester Stückpreis, sondern die Summe aus wenigen Posten: wie viel Material in dein Teil geht, welches Material das ist, wie lang der Drucker daran arbeitet, und wie viel Stützstruktur und Nachbearbeitung dazukommen. Keiner dieser Posten steht für sich — ein größeres Teil braucht nicht nur mehr Material, es belegt den Drucker auch länger.
Der Preis folgt aus einer einfachen Rechnung: Volumen (Materialverbrauch) mal Material mal Druckzeit, dazu Stützstrukturen, Nachbearbeitung und Stückzahl. Die Posten greifen ineinander. Eine feinere Schichthöhe schaut besser aus, verdoppelt aber fast die Zahl der Schichten und damit die Zeit auf der Maschine. Und ein großes Teil zahlst du zweimal: einmal im Material und einmal in den Stunden, die der Drucker dafür gebunden ist.
Rechnen musst du das eh nicht selbst. Lad dein Modell im Drucktool hoch und wähl ein Material, dann steht der Preis sofort da. Wer weiß, welche Posten dahinterstecken, kann ein Teil aber gezielt so ändern, dass es günstiger wird, ohne an der Funktion zu sparen — meistens über weniger Material, weniger Stützstruktur oder eine gängige Schichthöhe statt der feinsten.
Die Kostentreiber auf einen Blick
Jeder Posten zählt mit. Der größte Block ist meistens die Kombination aus Druckzeit, Materialvolumen und Handarbeit.
Volumen und Materialverbrauch: die Basis
Der größte Kostentreiber ist das Materialvolumen: wie viel Kunststoff wirklich in dein Teil geht. Das ist nicht dasselbe wie das Außenmaß. Ein massiver und ein hohler Würfel mit denselben Maßen können sich im Preis um ein Mehrfaches unterscheiden, weil die hohle Variante viel weniger Material und deutlich weniger Druckzeit braucht.
Zwei Stellschrauben bestimmen dieses Volumen: die Wandstärke und der Füllgrad. Drei Wände (rund 1,2 mm) und 15–25 % Füllung sind für die meisten Teile eine gute Balance zwischen Festigkeit und Kosten. Massiv drucken ist selten nötig und macht ein Teil vor allem schwerer, teurer und langsamer. Die Festigkeit steckt ja ohnehin größtenteils in den Wänden.
Auch die Größe zählt doppelt: ein größeres Teil braucht mehr Material und belegt den Drucker länger. Willst du sparen, bringt das Aushöhlen dicker Abschnitte meistens mehr als der Wechsel auf ein günstigeres Material.
Druckzeit und Maschinenkapazität
Ein Drucker kann nur an einem Auftrag arbeiten. Je länger dein Druck läuft, desto länger ist die Maschine gebunden und desto höher fällt dieser Posten aus. Die Druckzeit hängt am Volumen, an der Schichthöhe und an der Komplexität des Modells.
Die Schichthöhe ist dabei der stärkste Hebel. Ein Druck mit 0,1 mm hat rund dreimal so viele Schichten wie derselbe Druck mit 0,3 mm und braucht damit grob dreimal so lang. Feine Schichten geben eine glattere Fläche und mehr Detail, gezahlt wird das in Zeit. Bei einem Teil, dessen Oberfläche eh niemand zu sehen bekommt, ist eine gängige Schichthöhe darum die günstigste Wahl.
Schichthöhe FDM: 0,1–0,3 mm; kleiner ist feiner, aber langsamer und teurer
Schichthöhe SLA: 0,025–0,1 mm; der Bereich für feines Detail
Füllgrad (Faustregel): 15–25 % deckt die meisten Anwendungen ab
Wände: 3 Bahnen (rund 1,2 mm) als gängige Balance
Ein niedriger Materialpreis pro Kilo bedeutet nicht automatisch einen niedrigen Gesamtpreis. Ein Material, das zügig durchläuft, wenig Stützstruktur braucht und kaum Nachbearbeitung verlangt, kann unter dem Strich günstiger sein als ein billiges Filament, das langsam druckt oder sich verzieht. Schau also aufs Ganze und nicht auf den Kilopreis allein.
Stützstrukturen und Ausrichtung
Überhänge, die steiler als etwa 45° stehen, brauchen beim Drucken eine Stütze. Die kostet zweimal: einmal das Material, das hineingeht, und einmal die Arbeit, sie nachher wegzunehmen und die Ansatzstellen zu verputzen. Ein Teil mit vielen Überhängen ist darum teurer als ein gleich großes, das sich selbst trägt.
Wie viel Stütze nötig ist, hängt auch an der Ausrichtung auf dem Druckbett. Dreht man ein Teil geschickt, fallen Überhänge weg und mit ihnen die Handarbeit. Diese Abwägung machen wir auf unserer Seite; du kannst helfen, indem du Überhänge im Entwurf vermeidest oder anschrägst.
Nachbearbeitung und Stückzahl
Nachbearbeitung ist Handarbeit und zählt darum eigens. Schleifen, Gewinde nachschneiden, Muttern einsetzen, grundieren und lackieren oder das Waschen und Nachhärten von Resin kosten alle Zeit. Setz sie nur dort ein, wo sie funktional oder sichtbar etwas bringt — ein innenliegendes Teil, das niemand zu sehen bekommt, muss nicht geschliffen werden.
Die Stückzahl wirkt in die andere Richtung. Die Vorbereitung — Datei prüfen, slicen, Material und Druckstrategie festlegen — passiert einmal pro Auftrag, egal ob du ein Stück oder zehn bestellst. Bei einer Kleinserie verteilt sich dieser Aufwand auf mehr Teile, und der Preis pro Stück sinkt. Bei wiederkehrenden Teilen zahlt es sich aus, den Entwurf für die Fertigung zu optimieren. Die Mengen, die wir übernehmen, liegen bei einigen Dutzend bis einigen Hundert Stück, in Absprache.
So hältst du den Preis niedrig
- Hohl drucken und dicke Abschnitte aushöhlen
- 15–25 % Füllgrad statt massiv
- Gängige Schichthöhe, wo Detail nicht zählt
- Überhänge vermeiden oder anschrägen
- Nachbearbeitung auf das Nötige beschränken
- Mehrere Stück in einem Auftrag bestellen
Was den Preis hochtreibt
- Unnötig hoher Füllgrad oder zusätzliche Wände
- Sehr feine Schichten auf unsichtbaren Flächen
- Viele Überhänge, die Stützstruktur verlangen
- Nachbearbeitung an innenliegenden Teilen
- Einzelstücke mit der ganzen Vorbereitung
Wo liegt bei dir die größte Ersparnis?
Viel zu holen bei
- Großen, teils massiven Teilen (aushöhlen)
- Teilen ohne Sichtfläche (gröbere Schicht)
- Modellen mit vielen Überhängen (anders ausrichten)
- Wiederholaufträgen (Kleinserie statt Einzelstück)
Wenig zu holen bei
- Kleinen, schon hohlen Teilen
- Teilen, bei denen Detail oder Festigkeit kritisch ist
- Einmaligen Prototypen mit engen Anforderungen
Den Preis siehst du sofort nach dem Hochladen
Weil der Preis aus deinem Modell und deiner Materialwahl folgt, musst du auf kein Angebot warten. Lad die Datei hoch, wähl ein Material, und der Preis steht da. Willst du günstiger wegkommen, kannst du im Drucktool mit Material und Einstellungen spielen und den Effekt direkt mitlesen. Bist du unsicher, was für dein Teil am besten passt, schreib einmal dazu, wofür es gedacht ist und welche Flächen sichtbar bleiben — dann denken wir mit, welcher Weg der günstigste ist, ohne dass das Teil weniger kann. Die Lieferzeit liegt in der Regel bei 7–10 Arbeitstagen und wird bei der Bestellung bestätigt.
Häufige Fragen zum Preis eines 3D-Drucks
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Der Preis hängt an deiner Materialwahl, am Aufbau des Tarifs und an der Stückzahl.
Modell hochladen und den Preis sofort sehen
- Preis sofort sichtbar im Drucktool
- Material und Einstellungen selbst durchprobieren
- Beratung zum günstigsten Weg für dein Teil