Eine Skizze, ein paar Fotos mit Maßen oder das abgebrochene Teil am Tisch: daraus zeichnen wir ein druckfertiges 3D-Modell. Danach siehst du im Drucktool, was das Drucken kostet.
Ein Foto ist keine 3D-Datei. Eine Zeichnung auf Rechenpapier auch nicht, und ein heruntergeladenes Modell passt fast nie genau. Genau dort fangen die meisten Anfragen an: du weißt ganz genau, welches Teil du brauchst, und hast alles außer der Datei.
Daraus machen wir ein druckfertiges Modell — eine Datei, mit der ein Drucker wirklich etwas anfangen kann, geprüft auf Wandstärke, geschlossene Geometrie, Maße und Druckbarkeit. Du bringst Fotos, Maße, eine Skizze, eine 2D-Zeichnung oder das alte Teil mit; wir zeichnen und legen dir den Vorschlag vor, bevor etwas gedruckt wird.
Druckfertig ist hier das Wort, auf das es ankommt. Ein Render oder eine Animation für eine Website ist etwas anderes, dafür bist du bei einem Visualisierungsbüro besser dran. Wie so ein Modell technisch entsteht, steht bei der CAD-Modellierung; welche Wege es von einer Vorlage zu einem Modell gibt, sammelt die 3D-Modellierung in der Wissensdatenbank.
Was du mitbringst und was daraus wird
Die Rahmen in Kürze.
Du bringst mitFotos, Maße, Skizze, 2D-Zeichnung oder das alte Teil
Du bekommstEin druckfertiges Modell, auf Druckbarkeit geprüft
DateiformatWas du brauchst — sag es bei der Anfrage dazu
Gedruckt wirdFDM und SLA, sieben Materialien
DruckpreisSofort sichtbar im Drucktool
Lieferzeit DruckIn der Regel 7–10 Arbeitstage, bei der Bestellung bestätigt
Nicht dabeiRenders, Animationen, Berechnungen, Zertifizierung
Vier Ausgangspunkte
Was du schon hast, entscheidet, wie viel Zeichenarbeit nötig ist.
01
Eine Skizze oder eine Idee
Eine Zeichnung auf Papier, ein Screenshot oder eine Beschreibung mit Maßen. Das funktioniert gut bei Halterungen, Winkeln, Adaptern und Gehäusen: Formen, die du selbst erdacht hast und bei denen du weißt, wo sie hineinpassen müssen.
Halterungen und WinkelAdapter und Kupplungsstücke
02
Ein bestehendes Teil
Das Original oder die Bruchstücke davon. Mit Fotos von mehreren Seiten und den Hauptmaßen rekonstruieren wir die Form. Heb die Bruchstücke auf: die geben Maße her, die auf einem Foto nicht zu sehen sind.
ErsatzteileTeile, die es nicht mehr gibt
03
Eine 2D-Zeichnung
Eine technische Zeichnung, ein PDF oder ein DXF. Das ist der schnellste Ausgangspunkt, weil die Maße schon feststehen und nur noch in die dritte Dimension übersetzt werden müssen.
MaschinenteilePlatten und Profile
04
Nur eine Funktion
Du weißt, was es können muss, aber noch nicht, wie es ausschaut. Dann fängt es mit Abstimmen an: wo hält es, wie viel Platz ist da, was hängt daran. Das kostet am meisten Rücksprache und bringt am meisten heraus.
Neue TeileHilfsteile nach Maß
Was wir zum Anfangen brauchen
Je klarer das hereinkommt, desto weniger geht es hin und her. Eine gute Vorlage spart oft mehr Zeit als das Zeichnen selbst.
Was nicht dabei sein muss: ein Dateiformat, ein CAD-Programm oder Fachbegriffe. Beschreib in normaler Sprache, was das Teil tun soll, dann übersetzen wir das. Ist die Form zu unregelmäßig zum Nachzeichnen, weil sie gewachsen, verzogen oder voller Freiformflächen ist, ist ein 3D-Scan oft der kürzere Weg; über Reverse Engineering wird aus so einem Scan wieder ein Modell, an dem man Maße ändern kann.
Fotos von mehreren Seiten: Mindestens vier: vorn, hinten, von der Seite und die Seite, die irgendwo anliegt oder hineinpasst. Leg ein Lineal oder eine Münze daneben, dann stimmt der Maßstab.
Die Hauptmaße: Länge, Breite, Höhe, Lochdurchmesser und Lochabstände, gemessen mit Schiebelehre oder Lineal. Ein Maß zu viel ist besser als eines zu wenig.
Wo es hält: Schraublöcher, Klipse, eine Achse, eine Nut, eine Schiene. Ein Foto der leeren Stelle, wo das Teil hingehört, ist oft genauso brauchbar wie das Teil selbst.
Wo Kraft angreift: Trägt es etwas, wird daran gezogen oder gedrückt, oder sitzt es nur drin? Das bestimmt die Wandstärke und die Richtung, in der wir drucken.
Die Umgebung: Innen oder im Freien, warm oder kalt, in Kontakt mit Öl oder Putzmittel. Das entscheidet über das Material, und das Material entscheidet wieder über die Konstruktion.
Welche Seite sichtbar bleibt: Ober- und Unterseite eines Drucks schauen unterschiedlich aus. Sag, welche Fläche man später sieht, dann legen wir das Teil darauf hin.
Was druckfertig heißt
Ein 3D-Modell kann am Bildschirm tadellos ausschauen und trotzdem nicht druckbar sein. Der Unterschied steckt in einer Handvoll Dinge, die man erst im Slicer sieht — oder erst merkt, wenn das Teil in der Hand liegt und nicht passt.
Darauf zeichnen wir gleich hin. Das Material spielt dabei mit: ein Modell, das in PLA aufgeht, braucht in einem Material, das beim Abkühlen schwindet, andere Wandstärken. Und bei SLA verschieben sich die Mindestmaße gegenüber FDM noch einmal, weil ein Harzteil feiner auflöst und spröder ist. Wie fest ein Teil in welcher Richtung bleibt, hängt an der Schichtrichtung, und die legen wir beim Zeichnen schon mit fest.
Geschlossene Geometrie: Keine Löcher in der Außenhaut, keine losen Flächen, keine verdrehten Normalen. Ein Slicer muss bestimmen können, was innen ist und was außen. Kleine Fehler lassen sich prüfen und reparieren.
Wandstärke, die zum Verfahren passt: Bei FDM liegt die Untergrenze bei etwa 1,2 mm, also grob drei Bahnen. Dünner haftet schlecht und bricht. Kommt Kraft darauf, geht es eher Richtung 2–3 mm.
So wenig Überhang wie möglich: Über etwa 45 Grad braucht es Stützstruktur, und Stützen lassen Spuren auf der Oberfläche zurück. Eine Fase oder eine andere Ausrichtung erspart das oft ganz.
Spiel in Passungen: Zwei Teile, die zusammengehören, brauchen Platz. Für bewegliche Passungen funktionieren rund 0,2–0,4 mm, klemmend liegt darunter. Löcher kommen meist etwas knapp aus dem Drucker; wie weit ein Maß streut, steht bei Maßgenauigkeit und Toleranzen.
Eine überlegte Druckrichtung: Ein Druck ist innerhalb einer Schicht fester als zwischen zwei Schichten. Wo die Last angreift, bestimmt, wie das Teil auf dem Drucker liegt — und das bestimmt wieder die Form.
Gewinde, das hält: Gedrucktes Gewinde nutzt sich beim wiederholten Zusammenbauen ab. Besser ist ein Loch für eine Messinghülse oder eine versenkte Mutter, und das zeichnet man vorher ein.
Was wir nicht machen
Keine Renders, Animationen oder Visualisierungen für die Werbung. Keine bautechnischen Pläne und keine Installationszeichnungen. Keine Festigkeitsberechnungen und keine Zertifizierung. Kein Nachzeichnen von Teilen, die offensichtlich urheber- oder markenrechtlich geschützt sind: eine Ersatzklappe für dein eigenes Gerät ist in Ordnung, ein nachgemachtes Markenprodukt nicht. Und keine Teile für Lebensmittelkontakt, für die Medizin oder für sicherheitsrelevante Aufgaben.
Zeichnen lassen ist sinnvoll, wenn
du das Teil einmal oder ein paar Mal brauchst
die Maße kritisch sind und es auf Anhieb passen muss
ein bestehendes Teil rekonstruiert werden soll
du kein CAD-Programm kennst und es auch nicht lernen willst
deine eigene Zeit mehr wert ist als die Zeichenarbeit
Selbst zeichnen ist sinnvoll, wenn
du schon mit CAD arbeitest oder es lernen willst
sich das Design noch oft ändert und du selbst an den Schrauben drehen willst
die Form einfach ist: eine Platte mit Löchern zeichnet man schnell
es ein bestehendes Modell gibt, das mit kleinen Änderungen genügt
du es als Hobbyprojekt gerade selbst machen willst
Welche Datei du brauchst
Welches Format du bekommst, richtet sich danach, was du damit vorhast. Sag es bei der Anfrage dazu, dann richten wir uns danach.
Gedruckt wird mit STL: das Format, das jeder Drucker und jeder Slicer liest. Ein STL beschreibt aber nur die Außenhaut als Netz aus Dreiecken, die ursprünglichen Maße und Flächen stecken nicht mehr darin. Ein Loch zu verschieben heißt darum in der Praxis von vorn anfangen.
Soll am Modell später noch etwas geändert werden, oder sollen Maße und Geometrie erhalten bleiben, dann ist ein CAD-Format wie STEP das Richtige. Welche Dateiformate es gibt und was jedes davon mitnimmt, steht in der Wissensdatenbank. Schau dabei auch auf Maßstab und Einheiten: ein Modell in Zoll kommt 25,4-mal zu klein heraus.
Was das Drucken kostet, folgt aus dem Modell selbst und nicht aus dem Format: Volumen, Druckzeit, Material, Schichthöhe, Füllgrad und eine allfällige Nachbearbeitung. Den Preis siehst du im Drucktool, sobald die Datei da ist.
Steht das Modell, läuft der Rest wie bei jeder anderen Datei: hinaufladen, Material und Stückzahl wählen, bestellen. Gedruckt wird bei uns in Linz, mit FDM oder SLA, in der Regel in 7–10 Arbeitstagen; die erwartete Lieferzeit bestätigen wir bei der Bestellung. Versendet wird nach Österreich, Deutschland, Belgien und in die Niederlande.
Ist die 3D-Modellierung etwas für dich?
Wahrscheinlich schon, wenn
du ein Teil brauchst, das es nicht gibt oder nicht mehr zu kaufen ist
du weißt, was es tun soll, aber nicht, wie man es zeichnet
ein bestehendes Teil nachgemacht oder angepasst werden soll
du von einer eigenen Idee einen Prototyp willst
du ein Hilfsteil oder eine Schablone nach Maß für die Werkstatt brauchst
Wahrscheinlich nicht, wenn
du einen Render oder eine Animation für die Werbung suchst
es um einen bautechnischen Plan oder eine Installationszeichnung geht
eine Berechnung oder eine Zertifizierung dazugehört
das Teil normal zu kaufen ist; dann ist kaufen billiger
du nur ein bestehendes Modell reparieren lassen willst; das schauen wir vor der Produktion eh an
Das hängt am Ausgangspunkt. Eine 2D-Zeichnung umzusetzen ist etwas anderes, als eine Form aus Fotos eines gebrochenen Teils zu rekonstruieren. Schick, was du hast, mit einer kurzen Beschreibung, dann bekommst du einen Preis für die Zeichenarbeit. Den Druckpreis siehst du danach selbst im Drucktool.
Das ist von Auftrag zu Auftrag zu verschieden, um eine Frist darauf zu kleben: ein einfacher Winkel ist etwas ganz anderes als ein Teil mit zusammengesetzten Flächen. Wir nennen einen Termin, sobald wir wissen, was gezeichnet werden muss. Das Drucken danach dauert in der Regel 7–10 Arbeitstage, und die Lieferzeit bestätigen wir bei der Bestellung.
Ein Foto allein ist zu wenig: es hält keine Maße fest und verdeckt die Rückseite. Mit vier oder mehr Fotos von verschiedenen Seiten und den Hauptmaßen, gemessen mit der Schiebelehre, kommen wir fast immer hin. Ein Lineal im Bild hilft beim Maßstab. Bei einer gewachsenen oder sehr unregelmäßigen Form ist ein <a href="/wissen/3d-modellierung/3d-scannen">3D-Scan</a> der bessere Anfang.
Meistens schon, solange es Kunststoff ist und die Form rekonstruierbar bleibt. Heb die Bruchstücke auf: die geben Maße her, die auf Fotos fehlen. Zurückhaltend sind wir bei Teilen, die Kraft übertragen, unter Druck stehen oder eine Sicherheitsfunktion haben.
Nein, das kommt im Gespräch heraus. Sag, wo das Teil sitzt und was es aushalten muss, dann folgt das Material daraus. Das Material beeinflusst die Konstruktion, darum treffen wir die Wahl lieber vor dem Zeichnen als danach.
Sag bei der Anfrage, was du brauchst. Gedruckt wird mit STL; sollen Maße und Geometrie erhalten bleiben, etwa weil am Modell später noch etwas geändert wird, ist ein CAD-Format wie STEP passender. Arbeitest du mit einem Programm, das etwas anderes verlangt, nenn es gleich dazu.
Was mit dem Modell weiter passieren darf, halten wir beim Auftrag fest. Stell die Frage also ruhig vorher, dann weißt du, woran du bist, bevor gezeichnet wird.
Ein Modell trägt keine Farbe, die aus dem Drucker kommt: die Farbe steckt im Material oder im Lack. Was dabei geht, steht bei <a href="/3d-druck-in-farbe">3D-Druck in Farbe</a>. Brauchst du mehrere Farben, teilen wir das Modell beim Zeichnen gleich in getrennte Bauteile auf, die danach zusammengesetzt werden.
Schon eine Datei? Dann geht es schneller
Hast du schon eine STL, OBJ, 3MF oder STEP, brauchst du hier nichts. Lad sie im Drucktool hinauf, und du siehst den Preis pro Material sofort. Wie das Hinaufladen abläuft, steht unter Dateien hochladen. Bist du unsicher, ob die Datei gut genug ist, lad sie einfach hinauf: wir schauen vor der Produktion auf Wandstärken, Löcher und Maßstab und melden uns, wenn etwas nicht aufgeht.
Geht es um ein Design, das du zuerst testen willst, bevor mehr davon entstehen, schau beim Prototyping vorbei. Bestellst du für einen Betrieb, stehen Kauf auf Rechnung und die Verschwiegenheitserklärung bei den Gewerbekunden. Für einzelne Teile daheim ist Privatkunden der Startpunkt.
Schick, was du hast, dann schauen wir es an
Fotos, Maße, eine Skizze oder eine Zeichnung. Wir sagen dir, ob es als Druck machbar ist und was die Zeichenarbeit kostet, bevor Arbeit hineingeht.