Was die Oberflächenqualität bestimmt
Schichtlinien, die Stellen mit Stützmaterial, das Verfahren und die gewählte Schichthöhe entscheiden zusammen, wie ein 3D-Druck ausschaut und wie er sich anfühlt. Drei davon können wir für dich stellen — du musst uns nur sagen, welche Flächen man am Ende sieht.
Die Oberfläche stellst du über drei Regler ein: das Verfahren (SLA ist feiner als FDM, Ra um 1–3 µm gegen Ra um 6–12 µm), eine kleinere Schichthöhe und eine kluge Ausrichtung. Das ist der Kern. Der Rest erklärt, warum das so ist und was jede dieser Entscheidungen an Zeit oder Geld kostet.
Ein 3D-Druck wird Schicht für Schicht aufgebaut. Diese Schichten lassen feine Linien zurück, am deutlichsten auf schrägen und gewölbten Flächen. Das ist kein Mangel, sondern eine Eigenschaft des Verfahrens. Als Richtwert liegt die Oberflächenrauheit eines unbearbeiteten FDM-Drucks bei Ra 6–12 µm und die eines SLA-Drucks bei Ra 1–3 µm. SLA ist direkt vom Drucker weg also grob drei- bis zehnmal glatter. Das sind Erfahrungswerte für die Verfahren, keine zugesicherte Angabe für ein einzelnes Teil.
Schichthöhe und Rauheit je Verfahren
Gängige, indikative Werte. Eine kleinere Schichthöhe gibt eine glattere Fläche, kostet aber mehr Druckzeit.
Die vier Dinge, die das Bild bestimmen
Verfahren: SLA mit Resin kommt von Natur aus auf eine glattere, detailreichere Fläche (Ra 1–3 µm) als FDM (Ra 6–12 µm). FDM ist dafür zäher und passt besser für große Teile.
Schichthöhe: Dünnere Schichten geben eine glattere Fläche, kosten aber Druckzeit und damit Geld. Dickere Schichten laufen zügiger durch, dafür treten die Linien deutlicher hervor.
Ausrichtung und Treppeneffekt: Schräge und gewölbte Flächen werden durch flache Schichten angenähert. Das gibt einen Treppeneffekt, der bei einer flachen Neigung am stärksten auffällt. Senkrechte und waagrechte Flächen sind am glattesten.
Stützmaterial: Ein Überhang über etwa 45° braucht Stützen. Wo die Stütze das Teil berührt, bleiben Spuren zurück, die rauer sind als der Rest, bis sie nachbearbeitet werden.
Weil ein Druck aus flachen Schichten besteht, wird eine schräge oder runde Fläche durch eine Reihe kleiner Stufen angenähert. Je kleiner die Schichthöhe und je steiler die Fläche, desto weniger siehst du davon. Auf einer flach geneigten Fläche fällt der Effekt am stärksten auf.
FDM oder SLA für die Oberfläche?
Steht eine straffe, glatte und detailreiche Fläche im Vordergrund, ist SLA mit Resin (Ra 1–3 µm) meistens die bessere Wahl. Geht es um ein größeres, funktionales Teil, bei dem Festigkeit mehr zählt als Feinheit, passt FDM besser — bei Bedarf mit Nachbearbeitung auf den Sichtflächen.
Zu ResinTeile mit Überhängen steiler als etwa 45° brauchen beim Drucken Stützen. Wo die Stütze das Teil berührt, entstehen Spuren. Eine durchdachte Ausrichtung hält die Menge an Stützmaterial klein und die Spuren von den Sichtflächen weg. Sag uns halt, welche Seite man später sieht.
Nachbearbeitung: was sie macht und was nicht
Nachbearbeitung macht eine Fläche messbar glatter, ändert aber nichts am Wesen des Verfahrens: es bleibt ein Druck aus Schichten. Ein Teil, das wie aus der Form gespritzt ausschauen soll, ist damit ein weiter Weg, kein kurzer. Die gängigen Schritte und was sie bringen:
Schleifen mit steigender Körnung, bei den feinen Stufen nass, bringt FDM auf Ra 1,6–3,2 µm und nimmt die Schichtlinien weg. Dampfglätten mit einem passenden Lösungsmittel schmilzt bei ABS und ASA die äußere Haut glatt, auf ebenfalls Ra 1,6–3,2 µm, ohne Material aufzutragen. Grundierung und Lack füllen übrige Linien und geben eine gleichmäßige, farbige Fläche. Beim Aushärten von SLA geht es nicht um Kosmetik: die UV-Nachbehandlung nach dem Waschen ist ein Pflichtschritt, der die endgültige Härte entwickelt.
Die Nachbearbeitung ist bei uns einer der Faktoren, die Preis und Lieferzeit bestimmen. Welche davon für dein Teil und das gewählte Verfahren möglich ist, sagen wir beim Hochladen dazu oder auf Anfrage. Beschreib einmal das gewünschte Endergebnis, dann sagen wir dir, was daran realistisch ist.
Wann wiegt die Oberfläche schwer?
Investier in die Fläche bei
- Sichtbaren Teilen für eine Präsentation
- Teilen, die du lackierst oder beschichtest
- Flächen, die sich glatt anfühlen sollen
- Produkten, die ein Kunde beurteilt
Weniger wichtig bei
- Innenliegenden, unsichtbaren Teilen
- Funktionalen Teilen, bei denen Festigkeit zählt
- Testdrucken für Form und Maß
So steuerst du auf das gewünschte Bild
Sag vorher, welche Flächen sichtbar sind und wie glatt sie werden sollen. Mit dieser Angabe wählen wir das Verfahren — SLA für Feinheit, FDM für Festigkeit —, stellen die Ausrichtung so ein, dass Stützstrukturen und sichtbare Linien möglichst auf der Rück- oder Unterseite landen, und stimmen die Schichthöhe auf die gewünschte Feinheit ab.
Willst du das maximale Detail, rechne mit mehr Druckzeit: halbierst du die Schichthöhe, verdoppelt sich die Zahl der Schichten grob. Eine Fläche ist also keine feste Größe, sondern eine Entscheidung mit einem Preis. Willst du selbst weiterarbeiten, macht eine kleinere Schichthöhe das Schleifen und Lackieren eh leichter.
Den Preis siehst du sofort, sobald du dein Modell im Drucktool hochgeladen hast. Die Lieferzeit liegt in der Regel bei 7–10 Arbeitstagen und wird bei der Bestellung bestätigt.
Häufige Fragen zur Oberflächenqualität
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Das Aussehen hängt mit dem Maß und mit der Druckrichtung zusammen.
Beschreib, welche Flächen man sieht und wie glatt sie werden sollen. Darauf stimmen wir Verfahren, Ausrichtung, Schichthöhe und Nachbearbeitung ab.